
Entdecken Sie das UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge: Bergwerke, Schloss Schwarzenberg und 800 Jahre Bergbaugeschichte – Ihr Ausgangspunkt erwartet Sie.
Tief unter der Erde, in dunklen Stollen und weiten Kammern, schlägt das Herz des Erzgebirges seit Jahrhunderten. Wer das Sonnenhotel Hoher Hahn in Schwarzenberg zum Ausgangspunkt wählt, taucht ein in eine Landschaft, deren Geschichte ganz wesentlich vom Bergbau geprägt ist. Seit 2019 trägt diese Region einen Titel, der sie weltweit auszeichnet – und gerade das macht eine Reise hierher zu etwas Besonderem. Begleiten Sie uns auf eine Entdeckungstour durch eine Region, in der Vergangenheit und Gegenwart auf faszinierende Weise miteinander verwoben sind.
Welterbe mit Geschichte: Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří
Am 6. Juli 2019 ernannte das UNESCO-Welterbekomitee die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří zum Welterbe – eine Auszeichnung, die der außergewöhnlichen Bedeutung dieser Bergbaulandschaft Rechnung trägt. Das grenzüberschreitende Welterbe umfasst insgesamt 22 Bestandteile: 17 Teilgebiete in Sachsen und 5 Teilgebiete im benachbarten Tschechien. Es ist damit ein lebendiges Zeugnis einer Kulturlandschaft, die sich über Ländergrenzen hinweg erstreckt.
Die Zahlen dahinter beeindrucken: Der Bergbau im Erzgebirge erstreckt sich über nahezu 800 Jahre. Seit dem ersten Fund von Silbererz im Jahr 1168 in Christiansdorf – dem heutigen Freiberg – wurde hier ununterbrochen bis 1990 Bergbau betrieben. In der Blütezeit zwischen 1460 und 1560 entwickelte sich das Erzgebirge sogar zur größten Silbererzquelle Europas. Doch es war längst nicht nur das Silber: Gewonnen wurden hier unter anderem auch Zinn, Zink, Kobalt, Nickel, Kupfer und Blei sowie Steinkohle und Uran. Diese reichen Bodenschätze formten Städte, Menschen und eine ganz eigene Kultur, deren Spuren Sie bis heute überall in der Region entdecken können.
Schwarzenberg – Zinn, Eisen und ein Schloss mit Bergbaugeschichte
Unser Hotel liegt im Westerzgebirge, und genau hier hat der Bergbau ein ganz eigenes Gesicht. Schwarzenberg steht vorrangig für den Bergbau auf Zinn und Eisen und stellt das westlichste Revier im sächsischen Teil der Montanregion dar. Wer durch die Stadt streift, spürt diese Geschichte an vielen Ecken.
Ein besonderes Wahrzeichen ist Schloss Schwarzenberg, das bereits 1212 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Zwischen 1555 und 1558 wurde es zum Jagdschloss umgestaltet – und beherbergte zugleich die grund- und landesherrliche Bergverwaltung des Zinn- und Eisenerzbergbaus. Hier wurde also nicht nur gejagt, sondern auch das wirtschaftliche Rückgrat der Region verwaltet. Ein Spaziergang hinauf zum Schloss lohnt sich allein schon wegen der Aussicht über die Hügellandschaft des Erzgebirges.
Unter Tage: Besucherbergwerke zum Anfassen
Das eindrücklichste Erlebnis bietet zweifellos der Blick unter die Erde. In der Region gibt es zahlreiche Besucherbergwerke, in denen der Silber- und Zinnbergbau hautnah erlebbar wird – ein Abenteuer für Groß und Klein.
Ganz in der Nähe von Schwarzenberg, im Luchsbachtal im Ortsteil Pöhla, liegen die Zinnkammern Pöhla. Hier fahren Besucher rund 3000 Meter mit der Grubenbahn zur Lagerstätte „Hämmerlein". Die Zinnkammern selbst messen etwa 45 Meter Länge, rund 12 Meter Höhe und 10 Meter Breite und gelten als die größten Zinnkammern Europas – ein wahrhaft monumentaler Anblick tief im Berg.
Etwas weiter, in Annaberg-Buchholz im Ortsteil Frohnau, erwartet Sie der Markus-Röhling-Stolln, der seit 1992 als Besucherbergwerk zugänglich ist. Eine Grubenbahn führt über eine Strecke von 600 Metern zu verschiedenen Ausstellungsobjekten. Das Glanzstück ist ein rekonstruiertes Wasserrad mit neun Metern Durchmesser, das historisch dem Abpumpen von Grundwasser diente. Zwischen 1733 und 1857 wurden hier bedeutende Mengen Silber und Kobalt gefördert.
Ebenfalls in Annaberg-Buchholz lädt der Frohnauer Hammer zu einer Zeitreise ein. Das Hammerwerk-Museum ging aus einer mittelalterlichen Getreidemühle hervor, wurde 1621 zu einem Hammerwerk umgebaut und gilt als ältestes Schmiedemuseum Deutschlands – auch dieser Ort ist Teil des UNESCO-Welterbes. Zum Ensemble gehören ein historisches Hammerwerk mit Schmiedeeinrichtungen, ein in Aktion zu sehendes Wasserrad, eine Volkskunstgalerie sowie das Herrenhaus mit der Stube des Hammerherren. Die Besichtigung erfolgt ausschließlich im geführten Rundgang.
Wer noch mehr entdecken möchte: Weitere lohnende Ziele wie die Zinngrube Ehrenfriedersdorf oder die Bergwerke „Reiche Zeche" und „Alte Elisabeth" in Freiberg warten in der Umgebung darauf, erkundet zu werden. Eine ausführliche Übersicht über lohnende Ausflüge finden Sie in unseren Erzgebirge Guide.
Praktische Tipps für Ihren Besuch unter Tage
Ein Besuch im Bergwerk ist ein Erlebnis mit ganz eigenem Charakter. Unter Tage kann es deutlich kühler sein als an der Oberfläche, daher empfiehlt sich auch im Sommer warme Kleidung und festes Schuhwerk. Viele Führungen finden zu festen Zeiten statt und sind teils nur als geführter Rundgang möglich. Wir empfehlen Ihnen, die aktuellen Öffnungszeiten, Führungstermine und Eintrittspreise direkt auf den offiziellen Webseiten der jeweiligen Bergwerke zu prüfen und gegebenenfalls vorab einen Platz zu reservieren – so steht einem reibungslosen Ausflugstag nichts im Wege.
Ihr Ausgangspunkt mitten im Welterbe
Nach einem Tag voller Bergbaugeschichte gibt es kaum etwas Schöneres, als in entspannter Atmosphäre anzukommen. Das Sonnenhotel Hoher Hahn liegt in ruhiger Hügellage auf rund 670 Metern über dem Meer, südlich von Schwarzenberg im Ortsteil Bermsgrün. Wander- und Radwege beginnen direkt am Haus, und für E-Bike-Touren zu den Bergwerken steht eine abschließbare Garage mit Ladestation bereit.
Wer nach dem Ausflug entspannen möchte, findet bei uns Hallenbad, finnische Sauna und einen ruhigen Wellnessbereich. Im Restaurant erwarten Sie Halbpension und kulinarische Themenabende, das Frühstück servieren wir gern im lichtdurchfluteten Wintergarten. Auch für Familien ist gesorgt – mit Kinderspielraum, Außenspielplatz und Kinderclub. Von hier aus erkunden Sie das UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge ganz bequem und kehren am Abend in ein gastliches Zuhause zurück. Wir freuen uns darauf, Sie bei uns begrüßen zu dürfen.