
E-Bike-Touren rund um Schwarzenberg im Erzgebirge: vom Mulderadweg bis zum Spiegelwald – mit dem Sonnenhotel Hoher Hahn als idealem Ausgangspunkt.
Das Erzgebirge auf zwei Rädern zu entdecken, hat einen ganz besonderen Reiz: stille Wälder, sanfte Höhenzüge, glasklare Flüsse und immer wieder ein Aussichtspunkt, der die Mühe belohnt. Mit einem E-Bike rücken auch die längeren Strecken und die Höhenmeter in greifbare Nähe – und genau das macht die Region rund um Schwarzenberg, die „Perle des Erzgebirges", zu einem idealen Revier für genussvolle Radtage. Wir vom Sonnenhotel Hoher Hahn nehmen Sie mit auf eine Tour durch die schönsten Möglichkeiten ab und rund um Schwarzenberg.
Warum das Erzgebirge mit dem E-Bike?
Das Erzgebirge ist eine Mittelgebirgslandschaft mit Charakter: bewaldete Kuppen, tief eingeschnittene Flusstäler und historische Bergstädte reihen sich aneinander. Wer hier klassisch mit dem Rad unterwegs ist, kommt an den Anstiegen schnell ins Schwitzen – mit elektrischer Unterstützung dagegen bleibt der Blick frei für die Landschaft. Sie entscheiden selbst, wie viel Eigenleistung Sie einbringen, und können auch anspruchsvollere Höhenzüge entspannt erklimmen.
Schwarzenberg selbst liegt malerisch dort, wo die Große Mittweida im Stadtgebiet in das Schwarzwasser mündet. Über dem Stadtbild thronen die zwischen 1690 und 1699 erbaute St.-Georgen-Kirche und das Schloss – ein Anblick, der schon vor der ersten Tour Lust auf die Region macht. Praktischerweise gibt es in Schwarzenberg auch Fahrradverleih-Angebote, die neben Mountainbikes und Kinderrädern ausdrücklich E-Bikes vermieten. So ist der Einstieg unkompliziert, falls Sie ohne eigenes Rad anreisen.
Genussroute am Wasser: der Mulderadweg Aue–Wolfsgrün
Wenn Sie es entspannt und familienfreundlich mögen, ist der Mulderadweg-Abschnitt zwischen Aue und Wolfsgrün die erste Wahl in der Umgebung. Auf 12,2 Kilometern führt die durchgehend asphaltierte Strecke die Zwickauer Mulde hinauf – von Aue über Auerhammer, Bockau und Blauenthal bis Wolfsgrün. Das Besondere: Der Weg verläuft auf einer ehemaligen Bahntrasse der Strecke Chemnitz–Adorf, die bis 1995 in Betrieb war. Dadurch weist er nur ein bahntrassentypisch geringes Gefälle auf – perfekt für ein gemütliches Rolltempo und ideal auch mit Kindern.
Ein echtes Highlight unterwegs ist der beleuchtete Bockauer Tunnel mit 296 Metern Länge. Der Abschnitt wurde zwischen 2011 und 2013 gebaut und gehört heute zum großen Mulderadweg-Netz, das insgesamt rund 366 Kilometer umfasst. Der Zweig entlang der Zwickauer Mulde beginnt am Quellgebiet bei Schöneck und führt über Aue weiter Richtung Zwickau und ins Flachland. Sie müssen also keineswegs die ganze Distanz fahren – schon der kurze, gut ausgebaute Abschnitt am Wasser ist ein Erlebnis für sich.
Aussicht inklusive: zum König-Albert-Turm auf dem Spiegelwald
Wer den Blick über die Höhenzüge des Erzgebirges schweifen lassen möchte, hat in der Umgebung ein lohnendes Ziel: den Spiegelwald, einen 727,7 Meter hohen Berg nördlich von Schwarzenberg, gelegen auf dem Gebiet von Grünhain-Beierfeld. Auf seinem Gipfel steht der 40 Meter hohe König-Albert-Turm. Dessen Aussichtsplattform in 31,5 Metern Höhe ist seit der Eröffnung im November 1999 wahlweise über einen behindertengerechten Aufzug oder über 180 Stufen erreichbar – ein schönes Etappenziel für eine Tour mit Belohnung am Ende.
Große Abenteuer für ambitionierte Radler
Das Erzgebirge hält auch echte Bike-Klassiker bereit, die als Tagesausflugsziel mit etwas Anreise locken. Der Stoneman Miriquidi etwa ist eine 162 Kilometer lange Mountainbike-Originalstrecke, die 4.400 Höhenmeter überwindet, über neun Gipfel und durch zwei Länder – das deutsche und das tschechische Erzgebirge – führt. Start und Ziel ist der Kurort Oberwiesenthal, Deutschlands höchstgelegene Stadt. Der höchste Berg der Region ist der 1.244 Meter hohe Klínovec (Keilberg) in Tschechien, gefolgt vom Fichtelberg mit 1.215 Metern, Sachsens höchstem Berg. Je nach Kondition lässt sich die Strecke als „Trophy" an einem, zwei oder drei Tagen oder als „Open" an vier bis sechs Tagen fahren – eine Herausforderung für trainierte Radler.
Familienfreundlicher und ebenfalls einen Ausflug wert ist die BLOCKLINE: ein rund 140 Kilometer langes Bike-Abenteuer im östlichen Erzgebirge mit den Eckpunkten Seiffen, Geising/Altenberg und Frauenstein/Freiberg, gegliedert in 15 Etappen beziehungsweise drei Loops. Der Tourismusverband bewirbt sie ausdrücklich als geeignet für E-Bikes, klassische Mountainbikes und Gravelbikes. Laut Betreiber lässt sie sich auch mit einem E-MTB fahren – entlang der Route bieten zahlreiche Unterkünfte Lademöglichkeiten für eine kurze Ladepause. Überhaupt verfügt das Erzgebirge über ein wachsendes Netz an E-Bike-Ladestationen, etwa am Erlebnisbad Mulda mit sechs kostenlosen Anschlussmöglichkeiten.
Eine ausführlichere Übersicht über die Region, ihre Bergstädte und Ausflugsziele finden Sie in unseren Erzgebirge Guide.
Ihr Ausgangspunkt mitten in der Radregion
So vielfältig die Touren auch sind – sie alle beginnen am schönsten dort, wo man nach dem Radtag entspannen kann. Das Sonnenhotel Hoher Hahn liegt in ruhiger Hügellage im Ortsteil Bermsgrün, nur wenige Kilometer südlich des Stadtzentrums von Schwarzenberg, mit Wander- und Radwegen direkt am Haus. Für Ihr Rad steht eine abschließbare E-Bike-Garage mit Ladestation bereit, sodass der Akku über Nacht wieder voll ist.
Und nach der Tour? Im Hallenbad und in der finnischen Sauna lassen sich müde Beine wunderbar lockern, im Wellness- und Ruhebereich kommen Sie ganz zur Ruhe. Im Restaurant erwartet Sie Halbpension mit kulinarischen Themenabenden – die verdiente Stärkung nach einem Tag im Sattel. Wir freuen uns darauf, Sie als Gastgeber bei Ihrer nächsten Radreise durchs Erzgebirge zu begrüßen.